Kugelgrill
Ein Kugelgrill ist eine besondere Form des Grills. Der Name kommt von seiner rundlichen Körperform, in welcher die Holzkohle verheizt wird. Über dieser Kugelform befindet sich der Grillrost, auf dem das Grillgut gegart wird. Durch die Belüftungslöcher im oberen Deckel der Kugel entströmt heiße Luft, welche das Fleisch schonend gart, ohne es auszutrocknen oder gar zu verbrennen. Das Prinzip bei einem Kugelgrill ist also ähnlich dem eines Umluft-Ofens, ohne dabei den typischen Grill-Geschmack zu verlieren.
Woher kommt der Kugelgrill?
Kugelgrill – Ute Zimmermann / pixelio.de
Die Geschichte vom Kugelgrill beginnt im Jahre 1952. Dort begab sich der Amerikaner George Stephen auf einen Segelausflug. Die Wetterlage bereitete ihm und seinem Grillvorhaben jedoch erhebliche Probleme. Der Wind bließ die Asche immer wieder auf das Grillfleisch und der einsetzende Regen machte das Grillen praktisch unmöglich.
Also kam er auf die Idee, eine Boje in zwei hälften zu schneiden und daraus einen Grill mit Deckel zu bauen, dem weder Wind noch Regen trotzen können. Die Asche wurde nicht mehr auf das Fleisch geblasen und der Regen löschte die Glut der Holzkohle nicht mehr ab. Sicherlich war ihm damals nicht bewusst, dass er damit den ersten Meilenstein für den heute sehr beliebten Kugelgrill gelegt hatte.
Wie funktioniert ein Kugelgrill?
Wie bereits erwähnt, wird die Kohle im Inneren des Kugelgrills zum Glühen gebracht. Im Boden der Kugel befinden sich kleine Löcher, durch welche frische Luft angezogen wird. Die Luft wird anschließend im inneren der Kugel zirkuliert und entweicht wieder durch die Löcher im Deckel. Diese heiße Luft sorgt dafür, dass das Grillgut schonend gegart wird ohne dabei zu verbrennen oder zu schnell auszutrocknen.
Kugelgrill – Grey59 / pixelio.de
Ausserdem bieten die meisten Kugelgrills die Möglichkeit, Wasser in einer Bodenschale verdampfen zu lassen. Dadurch ergeben sich völlig neue Grillperspektiven, die bei einem Standardgrill nicht möglich wären. Der Trick dabei ist jedoch nicht nur das Wasser (denn schließlich könnten Sie ja auch eine Schale mit Wasser in einen herkömmlichen Grill stellen), sondern die Zirkulation des Wasserdampfes um das Grillgut herum.
Einige moderne Modelle verfügen zusätzlich noch über eine Auffangvorrichtung für das Fett. Dadurch wird die Bildung von gefährlichen Stichflammen verringert und die giftigen Dämpfe vermieden.
Das besondere Grillerlebnis
Neben dem „einfachen“ Grillen von herkömmlichen Rezepten ermöglicht der Kugelgrill jedoch auch ganz besondere Grillerlebnisse – und das sogar ganz ohne Vorbereitungen. Bei den Amerikanern zum Beispiel ist es sehr beliebt, ein ganzes Hähnchen zu grillen. Dabei wir eine geöffnete Bierdose hinten in das Hähnchen gesteckt, damit man es aufrecht auf den Rost stellen kann. Beim Grillvorgang verdampft nun das Bier und das Hähnchen wird im Bierdampf gegart. Dieses verleiht dem Hähnchen einen ganz besonderen Geschmack. Durch das indirekte Grillen besteht keine Gefaahr des verbrennens.
Der Deckel muss jedoch nicht immer geschlossen sein. Je nach Geschmack und Zubereitungsart kann der Deckel entweder geschlossen oder geöffnet bleiben. Somit haben Sie ausserdem die Möglichkeit, Ihren Kugelgrill als herkömmlichen, offenen Grill zu verwenden. Ein Kugelgrill ist einfach zu bedienen und kann als herkömmlicher Holzkohlegrill oder aber auch bei speziellen Geräten mit Gas betrieben werden.
